Selbstporträt.
Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. 1987 sowie a. Russisch betitelt u.l., verso
bez., 81x60 cm
Viatcheslav Vasilievitch Kalinin studierte an der Abramzevo-Kunstschule bei Moskau und durchlief anschliessend eine Schreinerlehre. Hatte er anfangs Schwierigkeiten, von der Nomenklatura als offizieller Künstler anerkannt zu werden, so wurde er nach 1962 als unabhängiger Kunstschaffender und Designer vom Ausland entdeckt. Kalinins Malerei trug stets autobiografische Züge: Während sie sich zunächst mit der Wirklichkeit des Nachkriegs-Moskau befasste, so rückten nach der Wende vermehrt die Veränderungen in der russischen Metropole, die auferstandene Künstlerbohème und der neue Reichtum ins Zentrum. Stilistisch steht Kalinin dem Expressionismus und Primitivismus nahe, was in seiner Vorliebe für Groteskes und Narratives sowie für die Verzerrung von Naturformen zum Ausdruck kommt.
