Platte "Vallauris", 1956.
Weisses Steingut, schauseitig betitelt u. dat. 1956, umseitig num. 63/100, bez. "C 103" sowie mit Stpln. "Empreinte Originale de Picasso" u. "Madoura Plein Feu",
ø 42 cm
Minim berieben.
Literatur: Georges Ramié, Céramique de Picasso, Paris 1974, Nr. 407; Alain Ramié, Picasso, Catalogue of the Edited Ceramic Works 1947-1971, Lyon 1988, Nr. 330 (mit Abbildung).
Ersten Unterricht empfing Pablo Picasso von seinem Vater. 1895 besuchte er die Kunstschule La Lonja in Barcelona, im Jahr darauf bezog er bereits ein eigenes Atelier. 1900 malte er bei einem ersten Parisaufenthalt Szenen aus dem Varieté- und Zirkusmilieu. Seine Bilder tendierten in dieser "Blaue Periode" genannten Schaffensphase zu einem annähernd monochromen Blaugrün. 1904 folgte der endgültige Umzug in die französische Metropole. Hier machte er die Bekanntschaft mit André Derain und Henri Matisse, seine Palette wechselte zu rosa Farbtönen, was der "Rosa Periode" ihren Namen gab. Nach intensiver Auseinandersetzung mit Paul Cézannes Werk malte er 1907 die "Demoiselles d'Avignon", das als Schlüsselwerk des Kubismus gilt. 1912 schuf er unter Einbezug von Blech und Draht dreidimensionale "Bilder" und Collagen. 1920-1924 entstanden die bedeutendsten Arbeiten von Picassos neoklassizistischer Periode. 1937 malte er für den spanischen Pavillon der Pariser Weltausstellung das monumentale Gemälde "Guernica", ein drastisches, verstörendes Mahnmal gegen die Bombardierung der baskischen Stadt durch die deutsche Legion "Condor". Nach dem Zweiten Weltkrieg, während dem ihm 1940 ein Ausstellungsverbot auferlegt wurde, zog er 1946 an die Côte d'Azur, zunächst nach Vallauris, später in die Villa "La Californie" in Cannes sowie ins Schloss Vauvenargues bei Aix-en-Provence und schliesslich nach Mougins. Pablo Picasso gilt als einer der bedeutendsten, originärsten und vielseitigsten Künstler des 20. Jahrhunderts, der auch auf den Gebieten der Bildhauerei und Druckgrafik Bahnbrechendes geschaffen hat.
