"East Houston Street, Manhattan", 1937.
Silbergelatineabzug, verso sig., bez. "Neg.=207, Code IA 5, Date February 11, 1937", verso Stpl. "Photographs by Berenice Abbott" u. Künstler-Etikett,
19,2x24,3 cm (BG)
Provenienz: Galerie zur Stockeregg, Zürich.
Ausstellung: Photosammlung Kunsthaus Zürich. The Marc Rich Collection, Kunsthaus Zürich, 10. Juni - 20. August 1989/Galleria Gottardo, Lugano, 9. März - 29. Mai 1993, je Nr. 3 (mit ganzseitiger Abbildung im Ausstellungskatalog S. 84); Im Kunstlicht, Kunsthaus Zürich, 23.6. – 10.11.1997; Kunsthalle Krems, Österreich, 4.3. – 1.5.1997.
Berenice Abbott zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Auf Anraten Man Rays, für den sie Mitte der 1920er Jahre als Assistentin gearbeitet hatte, begann sie mit dem Fotografieren. Mit finanzieller Unterstützung von Peggy Guggenheim lebte und wirkte Abbott einige Jahre in Paris, bevor sie 1929 in die USA zurückkehrte. Einen hohen Bekanntheitsgrad erschuf sie sich sowohl mit ihren Porträts der französischen Avantgarde und weiterer bedeutender Persönlichkeiten wie James Joyce, Jean Cocteau und Coco Chanel als auch mit ihren dokumentarischen Stadt- und Architekturfotografien von New York. Abbotts fotografischer Stil ist ganz der zeitgenössischen Ästhetik der 1920er Jahre verpflichtet und durch eine klare Linienführung, die Verwendung der Vogel- und Froschperspektive und die Arbeit bei aussergewöhnlichen Lichtverhältnissen bestimmt. Zwischen 1929 und 1939 fotografierte sie unentwegt in New York, und in den Aufnahmen der pulsierenden Stadt, zu der auch die vorliegende, 1937 entstandene Aufnahme "East Houston Street, Manhattan", gehört, strebte sie nach einer Verbindung von künstlerischem und dokumentarischem Schaffen. "Auf der Suche nach der Kunst geht das Thema verloren. Auf der Suchan nach dem Thema findet man Kunst", formulierte Abbott einst ihre künstlerische Position.
