Vorderseite des liturgischen Messgewandes in angedeuteter römischer Bassgeigenform. In geometrischer Anordnung von drei vertikalen Bahnen florale Stickerei mit grossen stilisierten Nelken, Rosen und Eicheln umgeben von weiteren Blüten und Ranken. Einteilende und rahmende Applikationen aus Silberfäden.
Doppellagiges Leinen mit Seidenstickerei, Silberfäden,
124x78 cm
Stickerei stellenweise in abweichenden Farben fortgeführt. Mit Reparaturstelle. Wenige gelöste Fäden und Verfärbungen.
Provenienz: Privatbesitz eines Pfarrers, Luven; Privatbesitz, Bündner Oberland; Privatbesitz, Schweiz.
Die volkstümliche Art der Stickerei und die charakteristische Verwendung von Nelkenmotiven ist bezeichnend für eine Entstehung der Kasel im Kanton Graubünden. Vergleichbare Messgewänder befinden sich im Rätischen Museum Chur (Inventar-Nr. XII 2.2) und im Schweizerischen Nationalmuseum Zürich (LM 3405.206).
