Untitled (Moon).
Tusche,
in Farsi sig. u. dat. 1363 (=1984) u.r.,
ø 28 cm (LM)
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Provenance: Sabz Art Gallery, Tehran, 1985; Private property, Switzerland.
In a thoughtfully constructed composition, the words "Love" and "Heavenly" were precisely fitted into a circular shape. By varying the size of the lettering, the density of the font, and the thickness of the brush, Nasrollah Afjei aims to create a subtle plasticity in the texture of the painting, which, in combination with the meaning of the words, is reminiscent of a lunar image.

Provenienz: Sabz Art Gallery, Teheran, 1985; Privatbesitz, Schweiz.
Der Kalligrafiemeister Nasrollah Afjei erhielt seine ersten Ausbildungen bei den iranischen Kalligrafen Hossein Mirkhani, Kimia Qalam und Aliakbar Kaveh, gefolgt anfangs der 1960er Jahre von einem Kursbesuch bei der iranischen Kalligrafenvereinigung. Anschliessend beschäftigte er sich ausgiebig mit den Techniken und Materialien seines Faches. Beeinflusst von der Naqqashi-Khatt-Bewegung, zu der Künstler wie Charles Hossein Zenderoudi und Faramarz Pilaram gehören, begann Afjei mit der Arbeit an kalligrafischen Gemälden, die er erstmals 1972 in Teheran ausstellte. Afjei versteht die Kalligrafie als universelle Sprache, deren Verständnis nicht an die Lektüre gebunden ist, sondern an die gefühlsbetonte Energie der Abstraktion, ähnlich der Farbfeldkünstler der 1960er und 1970er Jahre. Durch Wiederholung von Wörtern entstehen dynamische Kompositionen, die von Dünenlandschaften, vom Meer, vom Wind und von der Natur im Allgemeinen inspiriert sind. Als wichtiger Vertreter der iranischen Neo-Kalligrafen wurde Afjei für sein Schaffen vom iranischen Ministerium für Kultur und islamische Führung mit einem Orden ausgezeichnet. Seine Werke finden sich heute hauptsächlich im Nationalmuseum des Heiligen Koran und im Museum für Zeitgenössische Kunst in Teheran, daneben aber auch in internationalen Sammlungen wie etwa des Metropolitan Museum of Art in New York.
Sorgfältig durchdacht und präzise einer Kreisform einverleibt, finden im angebotenen Werk die Wörter "Liebe" und "Himmlisch" Verwendung. Durch Variation von Schriftgrösse, Schriftdichte und Pinselstärke zielt Nasrollah Afjei auf eine subtile Plastizität der Bildtextur ab, die im Zusammenspiel mit der Wortbedeutung an ein Mondbild erinnert.
