"Nu au turban".
Lithografie,
handsig. u.l., num. 47/50,
27x44,6 cm (BM), 46x62 (BG)
Literatur: Marguerite Duthuit-Matisse, Henri Matisse. Catalogue raisonné de l'oeuvre gravé, Paris 1983, Bd. 2, S. 104, Nr. 509.
Datiert 1929.
Henri Matisse studierte 1887-1889 in Paris Jura und 1891/92 an der Académie Julian. Anschliessend scheiterte er beim Versuch, an der École des Beaux-Arts aufgenommen zu werden, kam jedoch im Atelier von Gustave Moreau unter. Im Louvre studierte und kopierte er zunächst die Altmeister, später begann er mit der Freiluftmalerei. Matisse gehörte dem Salon d'Automne an, und ab 1904 stellte Ambroise Vollard erstmals seine Gemälde aus. 1905 sorgten Matisse und seine Freunde Maurice de Vlaminck, Albert Marquet und André Derain mit ihren expressiven, farbigen Bildern auf dem Salon d'Automne für einen Skandal, der sie über Nacht berühmt machte; fortan wurden sie als "Fauves" bezeichnet. Seither wurden Matisses Arbeiten erfolgreich auf nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt. Schon zu seinen Lebzeiten, 1950, wurde in seiner Geburtstadt ein Matisse-Museum eröffnet.
