Kompozycja.
Acryl auf Lwd.,
verso sig., dat. 1979 u. num. 97,
70x70 cm
Der polnische Maler Henryk Stazewski studierte 1913-1919 an der Schule der Schönen Künste in Warschau unter Stanislaw Lentz. 1917 schloss er sich der avantgardistischen Gruppe "Formisci" (Formisten) an, was sich in ersten Zeichnungen niederschlug. 1923 nahm er an der Ausstellung für Neue Kunst in Vilnius und Lodz teil, aus der sich die Gruppe "Blok", eine Vereinigung von Kubisten, Konstruktivisten und Suprematisten, formierte. 1924 reiste der Künstler nach Paris, wo er auf Piet Mondrian und Michel Seuphor traf und sich den Gruppen "Cercle et Carré" und "Abstraction-Création" anschloss. Ab 1926 entwickelte er einen vom niederländischen Neo-Plastizismus und dem russischen Konstruktivismus beeinflussten Stil. Daraus hervor gingen monochrome Leinwände mit differenzierten Flächenstrukturen und rhythmisch-geometrischen Elementen. In den 1930er Jahren löste sich der Pole wieder von seiner strukturellen Strenge und schuf freiere Kompositionen. Seine Werke der späten 1940er und frühen 1950er Jahren pendeln zwischen gegenständlicher und abstrakter Kunst. Ab 1957 schuf er bewegliche, zunächst monochrom weisse, ab 1967 auch farbige Reliefs. In den darauffolgenden zwei Jahrzehnten besann sich der Künstler wieder ausschliesslich auf die geometrische Abstraktion. Henryk Stazewski gilt als Pionier der klassischen Avantgarde der 1920er und 1930er Jahre und als Mitbegründer der geometrisch-abstrakten Kunst in Polen ab 1960.
