"La Sposa".
Freskomalerei auf Lwd.,
sig. u.r.,
100x64,5 cm
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Surface partially cracked in places and with traces of restoration.
Photo certificate: Massimo Campigli, Mercurio, Milan, June 28, 1968.
Provenance: Bottega d'Arte Egisto Marconi, Milan (verso label); Collezione Castellano, Milan; Private property, Ticino.
According to the certificate, the work dates back to 1938.
Between the wars, many Italian artists became interested in the Italian art of the 14th and early 15th centuries. Among them was Massimo Campigli, who created the painting at hand in fresco technique. Contrary to other artists such as Mario Sironi, Campigli used the technique not only for large-scale murals on public buildings, but also - as in the present case - for smaller formats. He combined his interest in ancient painting traditions with his fascination for Etruscan art in the sense of an archaic, simplified reproduction of motifs.

Oberfläche stellenweise etwas brüchig und mit Restaurierungsspuren.
Fotozertifikat: Massimo Campigli, Mercurio, Mailand, 28. Juni 1968.
Provenienz: Bottega d'Arte Egisto Marconi, Mailand (verso Etikett); Collezione Castellano, Mailand; Privatbesitz, Tessin.
Das Werk stammt gemäss Zertifikat aus dem Jahr 1938.
Massimo Campigli wurde in Berlin geboren, verbrachte jedoch den grössten Teil seiner Kindheit in Florenz. Bereits 1909 knüpfte er in Mailand erste Kontakte zu futuristischen Kreisen. 1914 wurde er einberufen, zwei Jahre später geriet er in russische Gefangenschaft. 1919 ging er als Auslandskorrespondent für den "Corriere della Sera" nach Paris, wo er unter dem Eindruck der modernen französischen Kunst zu malen begann. Die Auseinandersetzung mit ägyptischer Kunst im Louvre brachte ihn zur archaischen Formensprache. 1927 gab er seine Tätigkeit als Journalist auf und widmete sich fortan ausschliesslich der Malerei. Entscheidende Impulse für die Weiterentwicklung seiner eigenwilligen, von idolhaften Frauengestalten und chiffrenhaften Symbolen geprägten Motivwelt empfing er auf einer Italienreise 1928, als er der etruskischen Kunst begegnete. Die Teilnahme an zahlreichen internationalen Ausstellungen machte ihn seit den späten 1920er Jahren in der Kunstwelt bekannt. 1933 unterzeichnete er zusammen mit Mario Sironi, Carlo Carrà und Achille Funi das "Manifesto della Pittura Murale" und schuf in der Folgezeit mehrere grosse Wandgemälde. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges verliess Campigli Paris und zog nach Venedig, wo er sich vornehmlich druckgrafischen Arbeiten widmete. Nach Kriegsende kehrte er zunächst nach Paris zurück, siedelte um 1951 nach Rom über und schliesslich 1963 nach St-Tropez.
In den Zwischenkriegsjahren erwachte bei vielen italienischen Künstlern ein Interesse an der italienischen Kunst des 14. und frühen 15. Jahrhunderts. So auch bei Massimo Campigli, der das vorliegende Gemälde in Freskotechnik ausführte. Im Unterschied zu anderen Künstlern wie etwa Mario Sironi setzte Campigli die Technik nicht nur bei grossformatigen Wandgemälden an öffentlichen Gebäuden, sondern auch - wie im vorliegenden Fall - bei kleineren Formaten ein. Sein Interesse an alten Maltraditionen verband er gleichzeitig mit der Faszination für die etruskische Kunst im Sinne einer archaisch vereinfachenden Motivwiedergabe.
