Tafelaufsatz, London, 1854.
Johann der Blinde, König von Böhmen, zu Pferd in der Schlacht von Crécy, flankiert von zwei weiteren Rittern auf aufgewölbtem Natursockel. Bewegliche sowie abnehmbare Elemente.
925er Silber, schreitender Löwe, Leopardenkopf für London, Jahresbuchstabe "T", Kopfmarke Victoria, Schwanenmarke, Meistermarke "RG" mit Krone,
Basis bez. "R&S. Garrard Panton St. London",
H: 68 cm, 20460 g
Auf Holzsockel.
Robert II Garrard war der Sohn des bekannten Silberschmiedes Robert I Garrard. Sowohl er als auch seine Brüder James und Sebastian erlernten das Silberschmiedehandwerk im väterlichen Betrieb und übernahmen 1818 die Leitung des Unternehmens. Die Brüder firmierten mit "R., J. & S. Garrard", und nach der Pensionierung von James 1835 mit "R & S Garrard". Das florierende Unternehmen wurde 1843 zur offiziellen Hofjuwelierstätte erklärt und zeichnete ab diesem Zeitpunkt für die Herstellung von Silberwaren und Schmuckstücken der königlichen Familie sowie für den Unterhalt der Kronjuwelen verantwortlich. Robert II Garrard war bekannt für seinen aussergewöhnlichen Hang zum Detail und seine Gabe für komplizierte Kreationen, die gleichzeitig sowohl ästhetischen als auch funktionellen Ansprüchen genügten. Zum Kundenkreis des Silberschmiedes gehörten Aristokraten und wohlhabende Privatpersonen aus ganz Europa, wodurch seine Werkstatt um 1850 zu einer der führenden Produktionsstätten für Repräsentativsilber avancierte. Das Unternehmen blieb bis 1946 bzw. bis zum Tod von Sebastian Henry Garrard, dem Neffen von Robert II Garrard, in Familienbesitz und war bis 2007 als Hofjuwelier für die britischen Kronjuwelen zuständig.
