"Psycho objet: agression blanche".
Assemblage aus Hartplatte, Holz, Metall, Elektrokabel, Kunststoff, cremeweiss mit Panolac lackiert, partiell rot gefasst,
umseitig sig. "Jean Pierre Raynaud", dat. 1965, betitelt u. gewidmet sowie Mass- und Adressangaben,
H: 46 cm, B: 28 cm, T: 4 cm (ohne Kabel)
Provenienz: Direkt vom Künstler an Pierre und Janine Restany, Paris; Marc Fonquernie, Paris; Galerie Georges-Philippe & Nathalie Vallois, Paris, 2005; europäische Privatsammlung.
Ausstellungen: 17ème Salon de la Jeune Peinture, Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris, Paris, 9. Januar - 1. Februar 1966; Facing Future. Art in Europe 1945-1968, Palais des Beaux-Arts (BOZAR), Brüssel, 23. Juni - 25. September 2016/ZKM, Karlsruhe, 21. Oktober 2016 - 29. Januar 2017/Pushkin Museum, Moskau, 6. März - 28. Mai 2017 (mit Abbildung im Katalog S. 37).
Literatur: Denyse Durand-Ruel/Jean Pierre Raynaud, Jean Pierre Raynaud. Catalogue Raisonné 1962-1973, Paris 1998, Nr. 57.
Bevor Jean Pierre Raynaud eine Laufbahn als Künstler einschlug, absolvierte er ein Gartenbaustudium an der École d'horticulture in Versailles. Anfang der 1960er Jahre entstanden erste künstlerische Arbeiten unter Verwendung zementgefüllter Blumentöpfe, Verkehrsschilder und weisser Keramikfliesen, die schnell zum Markenzeichen des Franzosen wurden. Zu den markantesten Werken zählte ein 1969 von Raynaud erbautes Haus in La Celle Saint-Cloud, das eine vollflächige Verkleidung aus weissen Fliesen erhielt. Der Künstler selbst bewohnte es 24 Jahre, brach es 1993 ab und stellte die Überreste im CAPC Musée d'Art Contemporain in Bordeaux aus. Ein weiteres, 1986 errichtetes Gebäude, Le Mastaba 1, befindet sich heute im Besitz der Gemeinde La Garenne-Colombes. 1993 vertrat Raynaud sein Heimatland auf der Biennale in Venedig, wo er den Ehrenpreis erhielt. Es folgten weitere Auszeichnungen wie der Grosse Preis für Bildhauerei der Stadt Paris und der Unesco-Preis der Biennale von Havanna im Jahr 2000. Raynauds Werke sind u.a. in den Sammlungen der Fondation Cartier und des Centre Pompidou in Paris zu finden.
Zwischen 1964 und 1967 schuf Jean Pierre Raynaud eine Reihe von Werken mit dem Titel "Psycho-Objets". In jedem dieser Werke stellte er verschiedene Gegenstände zusammen, deren Kombination ihnen eine poetische, aber rätselhafte Bedeutung verleihen sollte.
Ce lot a été vendu lors de la vente A136 chez DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG le 10.11.2023.
