Lion marchant.
Holz, geschnitzt und furniert,
a. Plinthe mgr.,
H: 38 cm, B: 76,5 cm, T: 18,5 cm
Sockel mit kleineren Furnierfehlstellen.
Seit seiner Jugend arbeitete Gaston Le Bourgeois in der Werkstatt seines Vaters und reiste durch ganz Frankreich, um Statuen, Denkmäler und Kirchen zu restaurieren. Als er sich in Paris niederliess, freundete er sich mit seinem Nachbar, dem Tierbildhauer Rembrandt Bugatti an. Aus dieser Verbindung ging Le Bourgeois' Faszination für Tierplastiken hervor. Der Verlust eines Auges wegen eines Steinsplitters war ein einschneidendes Ereignis im Leben des Bildhauers. Um dennoch seiner Leidenschaft nachgehen zu können, musste er eine Anpassung sämtlicher Werkgeräte vornehmen. Kurz nach seinem Unfall gründete er das "Atelier des Mutilés". 1921 erfolgte seine erste Einzelausstellung im Pavillon de Marsan du Musée des Arts Décoratifs. Neben etlichen weiteren Ausstellungen nahm Le Bourgeois zahlreiche staatliche Aufträge entgegen. Der Zweite Weltkrieg unterbrach seine Tätigkeit und stellte ihn nach dem Verlust seines Auges erneut auf eine psychische Zerreissprobe.
