"Haggadah (P2)".
Acrylglasversiegelter digitaler Farbfotoabzug, aufgezogen auf Aluminiumplatte,
verso num. 206/500,
100x100 cm (PL)
Verso auf Etikett bez. "Heni Productions Catalogue Number: P2". bzw. "Haggadah, 2006, CR 895-10, 152x152 cm".
Die Arbeit ist auf der offiziellen Internetseite des Künstlers unter der Werk-Nr. P2, datiert 2014, aufgeführt (www.gerhard-richter.com).
Provenienz: Privatbesitz, Schweiz.
Die angebotene Arbeit ist ein Auflagenwerk, basierend auf Gerhard Richters Gemälde "Haggadah" (CR 895-10) von 2006.
Gerhard Richter verbrachte seine Kindheit und Jugendjahre in Waltersdorf in der Oberlausitz und studierte 1951-1956 an der Dresdener Kunstakademie. Wenige Monate vor dem Mauerbau 1961 verliess er die DDR, zog nach Düsseldorf und studierte bis 1963 an der dortigen Akademie. Während jener Zeit pflegte er Freundschaften zu Sigmar Polke und Blinky Palermo. Entscheidende Impulse empfing er 1959 anlässlich eines Besuches der documenta II in Kassel, deren Fokus hauptsächlich auf der abstrakten Kunst nach 1945 lag. Richter selbst war zwischen 1972 und 1997 lückenlos auf der documenta vertreten. Im Rahmen der Biennale von Venedig 1972 beauftragte man ihn als ersten Einzelkünstler zur Inszenierung des deutschen Pavillons, den er in der Folge mit einer Serie von 48 auf Lexikonporträts basierenden Bildnissen bedeutender männlicher Geistesgrössen bestückte. Im Oeuvre des Deutschen machen sich Einflüsse von Pop Art, informeller Kunst, Fluxus-Bewegung und Abstraktem Expressionismus bemerkbar. Seine Kompositionen lassen sich aber kaum einem bestimmten Stil oder "Ismus" zuordnen, und gern wird im Kontext seiner Arbeiten vom Prinzip des Stilbruches gesprochen. Zeitweise verwendete Richter eine dem Fotorealismus verwandte Methode, die verwischt wirkende, von Unschärfe gekennzeichnete Werke hervorbrachte und auf diese Weise den Realismus der motivischen Vorlage verfremdet. Wiederholt bildeten ausgewählte Einzelmotive den Gegenstand von Richters Kunst, denen er gleich ganze Reihen von Kompositionen widmete, darunter die "Seestücke", die "Kerzen"-Bilder, die "Wolken"-Bilder und die "Schweizer Alpen"-Bilder. Seit 1976 bilden abstrakte Arbeiten den Schwerpunkt in seinem Schaffen. Gerhard Richter, der seit 1962 sämtliche Arbeiten nummeriert und heute in Köln lebt, gilt als einer der einflussreichsten und international gefragtesten Künstler der Gegenwart.
Haggadah ist ein Büchlein mit Erzählungen und Anweisungen zum jüdischen Pessachfest.
