"Loïe Fuller".
Carrara-Marmor, gehauen,
a. Stand geritzt sig. "Delanglade" u. dat. 1900,
H: 67 cm
Auf hohem, dunklem Marmorsockel.
Provenienz: Sammlung Robert Zehil, Monaco.
Literatur: Victor Arwas, Art Nouveau. The French Aesthetic, London 2002, S. 134f. (mit Abbildung).
Charles Delanglade liess sich zunächst bei Émile Aldebert an der École des Beaux-Arts in Marseille, danach bei Jules Cavalier und Ernest Barrias an der École des Beaux-Arts in Paris zum Bildhauer ausbilden. Auf sein Studium folgte eine Reise nach Italien, die ihn u.a. nach Florenz, Venedig und Rom führte. Delanglades Oeuvre ist sowohl bezüglich Material- als auch bezüglich Themenwahl äusserst vielfältig. Es umfasst Kompositionen aus Marmor, Elfenbein, vergoldeter Bronze und Keramik und verarbeitet literarische und allegorische Szenen.
Die vorliegende Marmorskulptur zeigt Loïe Fuller, eine amerikanische Tänzerin, Choreografin und Erfinderin des Serpentinentanzes. Die Arbeit versinnbildlicht die moderne Frau, Erotik, Metamorphose und Technologie. Kennzeichnend für den Serpentinentanz ist das voluminöse seidene Schleierkostüm, das sich in immer neuen Wellen- und Spiralformen um den Körper der Dargestellten schwingt.
