"Éve".
Carrara-Marmor, gehauen,
seitlich geritzt sig. "Bastet" u. dat. 1903,
H: 55 cm
Marmor stellenweise gelblich verfärbt.
Victorien Bastet kam über Umwege zur Kunst. In seiner Jugend war er zunächst in der Landwirtschaft und auf dem elterlichen Bauernhof im Rhonetal tätig. Er war der einzige in seiner Familie, der sich für Kunst interessierte. Als 19-Jähriger schrieb er sich an der Kunsthochschule in Avignon ein und wurde Schüler von Augustin Louis Armand. Später vertiefte er seine bildhauerischen Kenntnisse im Rahmen eines Stipendiums in Paris. Zur Finanzierung seines Lebensunterhaltes fertigte er Modelle für die Manufacture royale de porcelaine de Sèvres an. Den Militärdienst leistete er in Béziers und lernte dabei den Kaufmann Joseph Vallarino kennen, der sein Mäzen werden sollte. Bastet war ein gefragter Bildhauer und bekannt für seine Büsten und religiösen Darstellungen. Sein Schicksal nahm eine tragische Wendung, als er im Jahr 1902 eine Halbseitenlähmung erlitt und bis zu seinem frühen Tod ans Bett gefesselt war.
Eine weitere Version der vorliegenden Arbeit befand sich im Parc de la Mairie in Choisy-le-Roi.
