"Auseinandersetzung".
Öl und Papiercollage auf Leinwand,
sig. u. dat. (19)64 u.r., verso a. Etikett betitelt,
100x100 cm
Provenienz: Galerie Pels-Leusden, Berlin, 1994; Privatbesitz, Schweiz.
Nach dem Abitur zog der Maler und Grafiker Heiner Naujoks als 20-Jähriger nach München, wo er zunächst Zeichenkurse an der Gewerbeschule belegte. 1958 stand er auf der Teilnehmerliste der Internationalen Sommerakademie in Salzburg bei Oskar Kokoschka, später trat er in die Klasse von Erich Glette an der Akademie der Bildenden Künste in München ein. In seiner frühen Schaffensphase wirkte er als Mitbegründer der Künstlergruppe WIR und später als Mitglied der Gruppe GEFLECHT, die aus einem Zusammenschluss der Künstlervereinigungen WIR und SPUR hervorgegangen war. Thematisch und stilistisch bewegt sich das Werk des Deutschen zwischen Abstraktion und Figuration. Darin verarbeitet sind Einflüsse unter anderem des Informel, des Analytischen Kubismus, eines Max Beckmann und der barocken Deckenmalerei. Naujoks erhielt mehrere öffentliche Aufträge, so etwa für die Technische Universität München, das Klinikum Grosshadern und das Staatsarchiv Augsburg. Für sein Oeuvre wurde ihm 1990 der Seerosenpreis der Stadt München zugesprochen, und 2007 nahm man ihn als Mitglied in die Bayerische Akademie der Schönen Künste auf.
