Composition.
Öl auf Rupfen,
sig. u.r.,
72x91 cm
Provenienz: Privatbesitz, Westschweiz.
Der französische Maler und Druckgrafiker Jacques Germain zählt zu den bedeutenden Vertretern der Lyrischen Abstraktion, einer von spontanen Intentionen, emotionalem Engagement und gestischem Ausdruck bestimmten Kunstrichtung. Germain studierte unter Fernand Léger und Amédée Ozenfant an der Pariser Académie Moderne, unter Wassily Kandinsky am Bauhaus in Dessau und unter Willi Baumeister an der Frankfurter Städelschule. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 zog er sich zurück in sein Heimatland, wo er als Werbeillustrator arbeitete und während der Annexion rund drei Jahre inhaftiert war. Nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckte man den Künstler als führenden Kopf der französischen Avantgarde-Bewegung wieder. 1947 wurden seine Werke im wiedereröffneten Salon des surindépendants präsentiert, gefolgt von weiteren Ausstellungen zusammen mit Hans Hartung, Francis Picabia, Sophie Taeuber-Arp und anderen. Jacques Germain blieb zeitlebens der deutschen Kunstszene verbunden. So etwa lud ihn Arnold Bode 1959 an die documenta II nach Kassel ein.
