Kopie nach
Porträt von Prinzessin Auguste Amalia von Bayern.
Halbfigurbildnis nach rechts mit Blick zum Betrachter. Sie trägt ein schulterfreies weisses Kleid und eine prächtige, ihren Hals schmückende, zweireihige Perlenkette. Über ihrer linken Schulter liegt ein Hermelinmantel, ihr Haupt ziert ein goldbestickter Kopfschmuck.
Öl auf Lwd., verso bez. "appartenant à S.A.I. le Duc de Leuchtenberg, par Butz d′après Stieler",
74,5x59,5 cm
Stellenweise etwas Craquelé.
Provenienz: Privatsammlung, Schweiz.
Prinzessin Auguste Amalia von Bayern und Herzogin von Leuchtenberg (1788-1851) war die Schwester des bayerischen Königs Ludwig I., dessen aus der Hand des gleichen Künstlers stammendes Bildnis ebenfalls angeboten wird. Sie heiratete 1806 Eugène de Beauharnais, den Stiefsohn Napoleons I. und Vizekönig von Italien. Nach dem Sturz Bonapartes bekam der Vicomte 1817 von seinem Schwiegervater König Maximilian I. Joseph von Bayern den Titel eines Herzogs von Leuchtenberg mit der gleichnamigen Landgrafschaft und dem Fürstentum Eichstätt als Standesherrschaft verliehen. Sein jüngerer Sohn Maximilian Herzog von Leuchtenberg (1817-1852) heiratete 1839 die älteste Tochter des Zaren Nikolaus I., Marie Grossfürstin von Russland.
Bei dem Gemälde handelt es sich um die Kopie eines Bildnisses, das Joseph Stieler 1825 von der Prinzessin angefertigt hatte (vgl. Ulrike von Hase, Joseph Stieler 1781-1858: Sein Leben und Werk, München 1971, WV Nr. 109). Der Name des Künstlers ist in den einschlägigen Lexika nicht verzeichnet, erscheint jedoch im Zusammenhang mit Kopien nach Stieler. Butz scheint dieses Bild, wie auch das erwähnte Porträt Ludwigs I. von Bayern, im Auftrag des Hauses Leuchtenberg gemalt zu haben; jedenfalls existiert ein Bildnis des Eugène de Beaunarhais von Stieler ebenfalls in einer Kopie von Butz (vgl. WV Nr. 51). Vermutlich liess Maximilian eine Anzahl der Stielerschen Porträts von Familienmitgliedern durch Butz kopieren, um sie 1838 in seine neue Heimat St. Petersburg mitzunehmen. Von diesen Porträts sind heute nur noch wenige zu lokalisieren.
Wir danken Frau Dr. Ulrike von Hase-Schmundt, München, für freundliche Auskunft.
| Estimation | CHF | 2'000 | |
| EUR | 2'197 | ||
| USD | 2'500 | ||
| Adjugé | CHF | 2'800 |
