"Gelbe Häuser im Winter".
Öl auf Lwd.,
mgr. u. dat. (19)23 u.r., verso a.d. Spannrahmen dat. 1922
u. betitelt, 59x73 cm
Ausstellungen: Cuno Amiet, Kunstsammlung der Stadt Thun, 1968.
Paul Müller charakterisiert die Bedeutung Amiets folgendermassen: "Amiets wesentlicher Beitrag zur Erneuerung der Schweizer Malerei ist die Einführung einer von der reinen Farbe bestimmten und von allem Anekdotischen befreiten Malerei, welche er in den Werken der Künstler von Pont-Aven, bei van Gogh und Cézanne vorbildhaft verkörpert sah. Dabei schafft er nicht wie Hodler in seinem Spätwerk eine neue Ikonografie, sondern interpretiert die überkommenen Themen mit formalen Mitteln neu" (Biografisches Lexikon der Schweizer Kunst, Bd. 1, S. 24).
Das vorliegende, in der mittleren Schaffensphase Amiets entstandene Gemälde ist ein beeindruckendes Beispiel für den Reichtum seiner Palette und die unerschöpfliche Fantasie, mit der er zu immer neuen Farbwirkungen gelangte: Der sanft ansteigende Hang vorn ist in flächig ausgreifender, ablenkende Details vermeidender Malerei gegeben, in Tönen von leuchtendem Türkis und changierendem, ins Fliederfarbene spielendem Violett. Die tiefblauen Stämme und das dunkelrote Laub der Bäume im Mittelgrund setzen darin markante Akzente. Oben schliesslich, vor atmosphärisch blaugrauem Winterhimmel, ist es der rhythmische Dreiklang nuanciert gegebener, gedeckter Gelbtöne der Häuser, welcher die Komposition beschliesst und dem Bild seinen Titel gab.
| Estimation | CHF | 140'000 | |
| EUR | 153'846 | ||
| USD | 175'000 | ||
| Adjugé | CHF | 110'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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