In der Bar.
Leicht abstrahierte Darstellung mehrerer trinkender Männer in einem blauen Interieur.
Öl auf Lwd.,
sig. u. dat. (19)32 u.r.,
81x65 cm
Francisco Borès sollte nach Vorstellungen der Eltern Ingenieur werden, entschloss sich jedoch im Alter von sechzehn Jahren, seiner künstlerischen Berufung zu folgen. Er trat in Madrid in eine freie Akademie ein, wurde jedoch von einem Professor der offiziellen Kunstakademie unterrichtet. Seine Ausstellungstätigkeit begann 1922 im Salon von Madrid. Drei Jahre später war er mit rund zwanzig Werken im Salon der Iberischen Künstler vertreten, dem ersten nichtakademischen Salon in Spanien. Im gleichen Jahr ging er nach Paris und lernte dort schon bald führende Vertreter der Avantgarde kennen, darunter Miro, Picabia und Gris. Er wurde zu zahlreichen unabhängigen Salons eingeladen, darunter dem der "Vrais Indépendants", der "Surindépendants" und dem in den Tuilerien. Auch in anderen Ländern machte er sich durch die Teilnahme an bedeutenden Ausstellungen einen Namen. So war er 1946 in der Schau "L′Ecole de Paris" in Bern vertreten. Pflegte er anfänglich eine eher konventionelle Malerei, so kam es nach der Ankunft in Paris zu einem deutlichen Stilwandel und der Ausbildung einer eigenen Formensprache. Borès zeigte sich beeindruckt vom Fauvismus, vor allem aber vom Kubismus, den er zu einer eigenständigen, durch kurvige Elemente geprägten Variante erweiterte. In den Jahren nach 1930 wurde seine Malweise zunehmend grob und expressiv, um sich gegen Ende des Jahrzehnts wieder zu beruhigen.
Das angebotene Gemälde aus dem Jahr 1932 ist ein sehr schönes Beispiel dieser frühen Drangperiode, in der Borès in der Auseinandersetzung mit den Heroen der künstlerischen Avantgarde seinen Weg suchte. In jenen Jahren bestand er darauf, die Komposition ohne Vorstudien in einem Wurf auf die Leinwand zu malen, um nicht das "Feuer der Inspiration" erlöschen zu lassen.
| Estimation | CHF | 26'000 | |
| EUR | 28'571 | ||
| USD | 32'500 | ||
| Adjugé | CHF | 44'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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