"Frühling".
Ganzfiguransicht eines weiblichen Aktes nach rechts, eingehüllt in ein grünes Tuch, umringt von vielen kleinen Putti.
Öl auf Lwd.,
verso a.d. Keilrahmen betitelt u. bez.,
89,5x89,5 cm
Provenienz: Privatbesitz Schweiz.
Literatur: Hans H. Hofstaetter, Rudolf Jettmar, Monographie, Wien 1984, S. 162.
Rudolf Jettmar schrieb sich gegen den Willen seines Vaters 1885 an der Wiener Akademie der bildenden Künste in Kurse der allgemeinen Malschule ein. Er sollte ursprünglich Musik studieren. 1892-93 setzte er sein Studium in Karlsruhe fort und wanderte dann zu Fuss mit seiner Geige über die Alpen nach Italien. Nachdem er kurze Zeit als Dekorationsmaler in Leipzig und Dresden tätig war, erhielt er 1895 den Rompreis der Österreichisch-Ungarischen Regierung und genoss ein halbjähriges Gastrecht in der Botschaft im Palazzo Venezia. 1898 wurde Jettmar zum Mitglied der neugegründeten Wiener Secession gewählt und beschickte deren Ausstellungen fortan mit Bildern. 1910 wurde er zum ordentlichen Professor an der Wiener Akademie ernannt. Jettmar liess sich bei der Wahl seiner Motive von seiner Fantasie leiten. Der Mensch, nackt oder in biblisch-schlichter Gewandung, stand im Mittelpunkt seiner Darstellungen. Meist setzte er ihn in heroische, düster wirkende Landschaften mit mystischer Atmosphäre.
Bei dem angebotenen Gemälde handelt es sich um die erste Fassung von 1921. Eine weitere Fassung, "Frühling II", die sich in der Österreichischen Galerie in Wien (Inv.-Nr. 6335a) befindet, entstand 1922.
| Estimation | CHF | 9'000 | * |
| EUR | 9'890 | * | |
| USD | 11'250 | * | |
| Adjugé | CHF | 10'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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