Der Erntewagen.
Oberbayrische Landschaft mit dem voll beladenen, zweiachsigen, von vier Pferden gezogenen Wagen. Ein Wegstein markiert die achtzehnstündige Entfernung von Salzburg, während ein Strassenschild die Farben des Königreichs Bayern aufweist.
Öl auf Lwd.,
sig. u. dat. 1848 u.r.,
51x67 cm
Stellenweise etwas Craquelé.
Bereits im Alter von acht Jahren erhielt Johann Adam Klein Zeichenunterricht von Georg Christoph von Bemmel. 1802 besuchte er die Nürnberger Zeichenschule, 1805 ging er bei dem Kupferstecher Ambrosius Gabler in die Lehre. Nach dem Tod seiner Mutter ging er 1811 nach Wien, um seine Ausbildung an der dortigen Akademie fortzusetzen. 1819 unternahm er eine mehrjährige Italienreise, bevor er 1823 heiratete und sich wieder in Nürnberg niederliess. Nach dem Tod seiner Frau 1837 siedelte er nach München über. Klein schuf ein umfangreiches zeichnerisches und grafisches Werk, das sich durch ausgeprägten Realitätssinn und genau beobachtete Details auszeichnet. Die Anzahl seiner Gemälde ist dagegen vergleichsweise gering.
Das angebotene Werk, die für Klein typische Darstellung eines mehrspännigen, schwer beladenen Pferdewagens in pittoresker Landschaft, ist ein in schönster spätbiedermeierlicher Tradition entstandenes malerisches Kleinod. Hervorzuheben ist die nuancierte Abstufung der Blautöne im Himmel, aber auch die effektvolle Lichtregie und die fein durchgearbeitete Zeichnung.
| Estimation | CHF | 25'000 | |
| EUR | 27'472 | ||
| USD | 31'250 | ||
| Adjugé | CHF | 36'000 |
