L′improvisateur napolitain au Cap Misène.
Öl auf Lwd.,
sig. u. dat. 1869 u.l.,
81,5x105 cm
Aurèle Robert begann nach der Schulzeit eine Lehre als Graveur in der heimischen Uhrenindustrie. 1822 wurde er von seinem älteren Bruder Léopold, der erfolgreich als Maler in Rom tätig war, eingeladen, um in dessen Atelier als Assistent zu arbeiten. Nach dem Besuch von Zeichenkursen an der Académie de France begann Aurèle, eigene Kompositionen in Öl auszuführen. 1831 wurde eines seiner im Pariser Salon ausgestellten Gemälde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Aurèle sorgte für die grafische Verbreitung der Werke des Bruders und stand ihm bei dessen fortschreitender Depression zur Seite, konnte aber seinen Selbstmord in Venedig 1835 nicht verhindern. Er ging nach diesem tragischen Ereignis wieder in die Schweiz zurück, kehrte 1838 aber noch einmal für fünf Jahr nach Venedig zurück, bevor er sich endgültig in La Chaux-de-Fonds, später in Ried bei Biel niederliess. Zu Beginn seiner Karriere malte er vor allem Genrebilder und Interieurs, daneben kopierte oder variierte er Kompositionen des Bruders. Nach 1843 spezialisierte er sich auf Porträts, die er mit zunehmend reduzierter Farbpalette, gegen Ende seines Schaffens in Grisaillemalerei ausführte.
Die Komposition des angebotenen Gemäldes basiert auf dem gleichnamigen Gemälde seines Bruders, das der Herzog von Orléans, der spätere König Louis-Philippe, angekauft hatte und das während der Plünderung nach dem Brand des Schlosses von Neuilly 1848 teilweise zerstört worden war. Die Überreste hatte anschliessend ein Kunsthändler namens Yakountschikov erworben. Aus dessen Besitz gelangte es 1870 in die Sammlung des Musée des Beaux-Arts von Neuchâtel. Das Fragment zeigt den mittleren Teil der Komposition mit dem Laute spielenden Fischer und dem zuhörenden Knaben.
Herr Dr. Georges B. Ségal hat die Echtheit des angebotenen Gemäldes auf Grund eines Fotos bestätigt. Wir danken ihm für die Hilfe bei der Katalogisierung.
| Estimation | CHF | 20'000 |
| EUR | 21'978 | |
| USD | 25'000 | |
| Adjugé | CHF | 38'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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