"L′église à Sion".
Öl auf Lwd.,
sig. u.r., verso a. Etikette betitelt,
73,5x55 cm
Provenienz: Galerie du Perron, Genf; Sammlung Marlyse und Walter Germann-Rordorf, Feldmeilen; Sammlung Benador, Genf; Privatbesitz Schweiz.
Ausstellungen: Art et Lettres (wohl Retrospektive Wilhelm Gimmi), Musée Jenisch, Vevey, 30. Juni bis 16. September 1968, Nr. 6 (ausser Katalog).
Literatur: Georges Peillex, Wilhelm Gimmi, Catalogue raisonné des peintures, Zürich o.J. (1977), S. 36, Nr. 28 (mit Abbildung).
Das angebotene Gemälde datiert Peillex auf das Jahr 1912.
Nach dem Besuch des Lehrerseminars Küsnacht und der Kunstgewerbeschule Zürich ging Wilhelm Gimmi 1908 nach Paris, wo er drei Jahre an der Académie Julian studierte, die grossen Museen besuchte und sich mit den modernen Kunstströmungen auseinandersetzte. 1910 gründete er zusammen mit Klee, Arp und anderen den "Modernen Bund". 1919 stellte er erstmals im Salon d′Automne aus, seit 1920 auch im Salon des Indépendants. 1940 kehrte er in die Schweiz zurück und liess sich in Chexbres nieder, wo er fortan abseits der avantgardistischen Strömungen arbeitete.
Das angebotene Gemälde entstand bei einem der Aufenthalte im Wallis, das Gimmi in seinen frühen Pariser Jahren immer wieder aufsuchte, um Abstand von dem pulsierenden Leben in der französischen Metropole zu gewinnen und gewonnene Anregungen zu verarbeiten. Die kompakte Komposition mit ihrer fast kristallinen Struktur verrät die Beschäftigung mit dem Werk Cézannes und der Kubisten. Das prachtvolle, intensive Kolorit wiederum zeigt, dass Gimmi auch die Errungenschaften der Fauvisten in seiner Malerei umsetzte.
| Estimation | CHF | 38'000 |
| EUR | 41'758 | |
| USD | 47'500 | |
| Adjugé | CHF | 85'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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