"Le Breithorn au Soleil".
Öl auf grober Lwd.,
sig. u.l. u. dat. 1943 u.r., verso betitelt u. num. "650",
98x116 cm
Nach erfolgreichem ersten Zeichenunterricht bei dem Neuenburger Aquarellisten Paul Bouvier ging Charles L′Eplattenier, Spross einer bäuerlichen Familie, 1890 zu einer Tante nach Budapest, wo er für drei Jahre die Kunstgewerbeschule besuchte. Ein Stipendium des Kantons Neuenburg ermöglichte es ihm 1896, seine Studien an der Pariser Ecole des Beaux-Arts fortzusetzen. Im Alter von 23 Jahren wurde er bereits zum Professor an der Ecole d′Art de La Chaux-de-Fonds ernannt, 1903-14 leitete er das Institut. Neben seiner Lehrtätigkeit machte er sich einen Namen als Bildhauer, Architekt und Illustrator sowie Vordenker neuer Verbindungen zwischen Kunst, Handwerk und Industrie. In der Malerei stand die Landschaft für ihn stets an erster Stelle.
Gab er sonst meist Motiven aus dem Jura den Vorzug, so gelangte in dem angebotenen Gemälde ein hochalpines Motiv zur Darstellung, die verschneite Spitze des Breithorns. Von bemerkenswerter Schönheit ist das prachtvoll leuchtende Kolorit. Bis auf wenige Partien von Braun, Grün und Rosa ist Blau die beherrschende Farbe. Von den tiefen dunklen Tönen der verschatteten Hänge über das gleichmässige, die Komposition beruhigende lichte Blau des Himmels bis hin zu den vielfältig nuancierten hellen Valeurs in dem von der Sonne beschienenen Schnee spielte L′Eplattenier in diesem Spätwerk alle Möglichkeiten aus, welche ihm seine Palette bot.
| Estimation | CHF | 16'000 |
| EUR | 17'582 | |
| USD | 20'000 | |
| Adjugé | CHF | 36'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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