Herbstliche Landschaft.
Öl auf Htf.,
sig. u. dat. "octobre 1909-juin 1910" u.r.,
74x161 cm
Der Pfarrerssohn Louis Rivier erhielt nach dem Abschluss des Gymnasiums 1903 seine erste künstlerische Ausbildung bei dem Neuenburger Maler Paul Robert, ehe er 1904-06 die Académie Julian in Paris besuchte. Nach der Rückkehr in die Schweiz unterhielt er bis in die dreissiger Jahre ein Atelier in Jouxtens. Daneben unternahm er Studienreisen nach Florenz und Belgien. 1931-36 arbeitete er zeitweilig in einem Pariser Atelier und übersiedelte dann nach Rom. Von dort kehrte er bei Kriegsbeginn zurück und liess sich schliesslich mit seiner Familie auf Schloss Mathod, einem Besitz seiner Frau Julie de Rham, nieder. Im Zentrum seines Schaffens, das Ölgemälde, Glasmalereien und Wandbilder umfasst, standen allegorische Figurenkompositionen sowie Themen des Alten und Neuen Testaments. Häufig entstanden diese Werke im Auftrag protestantischer Kirchen der Westschweiz. Rivier schuf eine Synthese aus der von ihm bewunderten italienischen und niederländische Frührenaissancemalerei und einer modernen, naturalistischen Figurenauffassung. Seine Bilder waren auf zahlreichen Ausstellungen vertreten und wurden mehrfach ausgezeichnet. 1949 gewann er im Salon de la Société des Artistes Français eine Goldmedaille.
Die angebotene, mit feinem Pinsel in lichtem Kolorit ausgeführte Landschaft ist zum Frühwerk des Künstlers zu zählen.
| Estimation | CHF | 19'000 |
| EUR | 20'879 | |
| USD | 23'750 | |
| Adjugé | CHF | 26'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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