Berner Mattenquartier und Münsterplattform im Winter.
Öl auf Lwd.,
sig. u.l., verso num. "1202",
150x195 cm
Victor Surbek, der als Sohn eines Arztes seit 1893 in Bern aufwuchs, ging zunächst auf das Literaturgymnasium, anschliessend besuchte er Mal- und Zeichenkurse an der Gewerbeschule. 1904-08 studierte er jeweils zwei Jahre an den Kunstgewerbeschulen von München und Karlsruhe, danach seit 1909 zwei weitere Jahre in Paris. 1914 heiratete er die Malerin Marguerite Frey. Mit ihr leitete er 1915-31 in Bern eine eigene Malschule. Während des Sommers lebte und arbeitete das Paar meist im elterlichen Landhaus in Iseltwald am Brienzersee. Surbek nahm an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil. Ausgehend vom Stil Hodlers und einer erdig tonigen Farbgebung gelangte er in den zwanziger Jahren zu einem eigenen, von zeichnerischen Werten geprägten, flächigen Stil. Das zunächst eher gedämpfte Kolorit machte allmählich einer leuchtenden, fein abgestuften Farbigkeit Platz, und im späten Schaffen begann sich auch die bis dahin charakteristische strenge Umrisslinie aufzulösen. Zu den wichtigsten Themen in Surbeks umfangreichem Werk, das neben Ölgemälden auch Zeichnungen und Druckgrafik umfasst, zählen Landschaften und Ansichten von Bern.
In dem angebotenen Gemälde, einer bemerkenswert grossformatigen Ansicht des verschneiten Bern, sind malerische und zeichnerische Mittel auf sehr schöne Weise zu einem harmonischen Ausgleich gebracht.
| Estimation | CHF | 16'000 |
| EUR | 17'582 | |
| USD | 20'000 | |
| Adjugé | CHF | 19'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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