"Série carnaval à St-Pétersbourg en diptyque".
Surreale Komposition mit bunten, maskenähnlichen Formen auf hellblauem Grund.
Öl auf Lwd.,
sig. u. dat. 1980 o.r.,
130x196 cm
Mihail Chemiakin begann seine künstlerische Ausbildung 1957 an der Repin-Kunstakademie in Leningrad. Da er sich weigerte, den Maximen des Sowjetischen Realismus zu folgen, wurde er nach zwei Jahren vom Lehrbetrieb ausgeschlossen und fortan als Dissident verfolgt. 1967 gründete er die Künstlergruppe "St. Petersburg" und entwickelte die Theorie des "Metaphysischen Synthetismus", welche eine neue Form der Ikonenmalerei auf der Grundlage der religiösen Kunst aller Zeiten und Völker zum Ziel hatte.
1971 verliess Chemiakin auf Druck der sowjetischen Behörden die UdSSR und zog nach Paris, zehn Jahre später siedelte er nach New York über. In Paris begann er, Bücher und Musik verfolgter russischer Künstler herauszugeben. Nach dem Ende des Kommunismus wurde er in seiner Heimat seit 1989 durch zahlreiche Ausstellungen und die Aufstellung von ihm geschaffener Monumentalskulpturen rehabilitiert.
Chemiakin gilt als einer der wichtigsten Vertreter der neuen russischen Kunst. Er schuf Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen in einer fantastisch-surrealen, symbolhaften Bildsprache, die an Klee, de Chirico und Max Ernst erinnert. Daneben arbeitete er als Bildhauer, Lithograf und Illustrator.
Das angebotene, koloristisch ausgesprochen schöne Gemälde zählt zu einer Reihe grossformatiger, in Paris entstandener Werke, in denen Chemiakin die Themenwelt und Farbenpracht des St. Petersburger Karnevals zu teils abstrakten, teils gegenständlichen Kompositionen verarbeitete.
| Estimation | CHF | 18'000 |
| EUR | 19'780 | |
| USD | 22'500 | |
| Adjugé | CHF | 14'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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