"Mädchenbildnis frontal".
Öl auf Mkt.,
mgr. u.r.,
25x20 cm
Wohlert 1988.
Entstanden um 1947.
Karl Hofer begann 1898 ein Studium an der Kunstakademie Karlsruhe. 1900-02 war er dort Schüler von Hans Thoma, dann wechselte er an die Kunstakademie Stuttgart. Nach einem langen Romaufenthalt 1903-08 reiste er nach Paris, wo ihn das Werk von Cézanne nachhaltig beeindruckte. Nach der Entlassung aus französischer Kriegsgefangenschaft lebte er 1917 in Zürich. 1919 folgte er einer Berufung an die Berliner Kunstakademie. 1933 wurde er entlassen, 1937 zahlreiche seiner Werke von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. 1940 zog er nach Konstanz um. Das Berliner Atelier und ein Grossteil seiner Werke wurden 1943 bei einem Bombenangriff zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte seine Rehabilitierung mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität zu Berlin und der Ehrenmitgliedschaft der Kunstakademie Karlsruhe. Karl Hofer verbindet in seinem Werk einen expressiven Subjektivismus mit einer klassizistisch-strengen Objektivität, die ihn in die Nähe zur "Neuen Sachlichkeit" rückt.
Das angebotene, kleinformatige Gemälde darf im Hinblick auf die typisierte, das Individuelle ausblendende Art der Figurendarstellung sowie das gedeckte Kolorit als exemplarisches Werk des Künstlers gelten.
| Estimation | CHF | 12'000 |
| EUR | 13'186 | |
| USD | 15'000 | |
| Adjugé | CHF | 9'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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