Genreszene am Golf von Neapel.
Eine junge Mutter hält ihr Kind an den Händen und lässt es auf ihrem Fuss zu den Tambourinklängen einer in neapolitanische Tracht gekleideten Begleiterin tanzen. Im Hintergrund der rauchende Vesuv.
Öl auf Lwd.,
verso bez. "Lindau in Rom" u. dat. 1839,
57,5x70 cm
Stellenweise etwas Craquelé.
Dietrich Wilhelm Lindau studierte bei dem Historien- und Porträtmaler Christian Ferdinand Hartmann an der Kunstakademie seiner Heimatstadt Dresden. 1821 ging er mit einem Stipendium nach Rom, liess sich dort nieder und begründete den römischen Kunstverein mit. Stilistisch folgte Lindau ganz den klassizistischen Idealen seines Lehrers, thematisch hingegen ging er eigene Wege. Er malte bevorzugt pittoreske, genrehafte Szenen aus dem italienischen Volksleben. Werke des Künstlers befinden sich in verschiedenen europäischen Museen.
Das angebotene, mit feinem Pinsel gemalte und koloristisch delikate Gemälde ist ein typisches Beispiel für die Kunst Lindaus, in der die heiteren, idyllischen Seiten des mediterranen Lebens zur Geltung gebracht werden. Darüber hinaus steht es exemplarisch für jene Richtung der Malerei der dreissiger und vierziger Jahre, die formal den strengen akademischen Prinzipien des frühen 19. Jahrhunderts treu blieb, ihre Inhalte jedoch zunehmend mit genrehaften, erzählerischen Elementen anreicherte.
| Estimation | CHF | 7'500 |
| EUR | 8'241 | |
| USD | 9'375 | |
| Adjugé | CHF | 14'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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