In der Klosterbrauerei.
Ein Mönch sitzt mit einem Humpen und einer Zigarre in einem Ohrensessel.
Öl auf Lwd.,
sig. u. dat. (18)92 u.l.,
51,5x41,5 cm
Das künstlerische Talent Eduard von Grützners wurde zuerst vom Dorfpfarrer erkannt und gefördert. Mit dessen Unterstützung begann er 1864 eine zeichnerische Ausbildung in München. 1865 trat er in die Malklasse von Anschütz an der Akademie ein. Daneben erhielt er Rat und Hilfe von Piloty, dessen Schüler er 1867 wurde. Schon bald spezialisierte sich Grützner auf die Genremalerei, vor allem Szenen aus dem Klosterleben, ferner aus der Welt des Theaters und der Jagd. Seine humorvoll-ironischen Darstellungen zechender Mönche waren bei den Zeitgenossen überaus beliebt wegen ihres pointierten, jedoch stets liebenswürdigen Witzes, der genau beobachteten Details, aber auch aufgrund der meisterhaften Zeichnung und malerischen Qualität. Werke des Künstlers befinden sich in zahlreichen Museen und Sammlungen.
Das angebotene Gemälde zeigt thematisch und in der Ausführung all jene Qualitäten, die wir mit den "Trinkbildern" Grützners verbinden. Hervorzuheben ist die malerische Delikatesse, mit der die Physiognomie des beleibten Mönches wiedergegeben ist, aber etwa auch der effektvoll ausgeleuchtete Humpen, die abgewetzte und geflickte, blaugrau schimmernde Schürze und der minutiös gegebene Kerzenleuchter.
| Estimation | CHF | 36'000 |
| EUR | 39'560 | |
| USD | 45'000 | |
| Adjugé | CHF | 24'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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