"La Cathédrale".
Tuschfeder-Zeichnung, laviert,
sig. u.r., verso dat. 1951,
31x40 cm, gerahmt
Verso Etikette "Collection Nesto Jacometti".
Zao Wou-ki trat 15jährig bereits in die renommierte Kunstschule in Hong Chow ein, wo er während sechs Jahren vorwiegend traditionelle chinesische Techniken studierte. Von 1941 bis 47 hielt er hier eine Professur inne. im Frühjahr 1948 siedelte er nach Paris über und strebte in der Folge eine Synthese von ostasiatischer und europäischer Formgebung an. Im Laufe der 50er Jahre traf er mit Henri Michaux, Pierre Soulages zusammen und setzte sich mit dem Werk von Paul Klee und der Ecole de Paris auseinander, was seine weitere Entwicklung deutlich beeinflusste. Aber auch figurative Tendenzen wie von Pablo Picasso, Henri Matisse oder Alberto Giacometti sind für sein vielseitiges Schaffen von Bedeutung. Er unternahm während dieser Jahre zahlreiche Reisen und partizipierte weltweit an Ausstellungen in namhaften Museen. Um 1955 zeichnete sich ein Wendepunkt in seinem Schaffen ab. Das Figurative tritt in den Hintergrund, kalligraphische Ideogramme und eine lyrische Abstraktion bestimmen in der Folge seine Bildwelten. Auf diese Weise vereint im Werk von Zao Wou-ki der Gedanke fernöstlicher Kultur, in der das Fremde sich fliessend mit dem Eigenen verbindet und zu einem universalen, modernen und kontemplativen Ganzen wird.
Das angebotene Werk stammt aus einer der intensivsten und entscheidendsten Schaffenphasen des Künstlers.
| Estimation | CHF | 12'000 |
| EUR | 13'186 | |
| USD | 15'000 | |
| Adjugé | CHF | 36'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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