"Vue sur le Châtelot".
Mischtechnik auf Lwd.,
sig. u.l., verso dat. 1907, betitelt u. num. "633",
111x160 cm
Nach erfolgreichem ersten Zeichenunterricht bei dem Neuenburger Aquarellisten Paul Bouvier ging Charles L′Eplattenier, Spross einer bäuerlichen Familie, 1890 zu einer Tante nach Budapest, wo er für drei Jahre die Kunstgewerbeschule besuchte. Ein Stipendium des Kantons Neuenburg ermöglichte es ihm 1896, seine Studien an der Pariser Ecole des Beaux-Arts fortzusetzen. Im Alter von 23 Jahren wurde er bereits zum Professor an der Ecole d′Art de La Chaux-de-Fonds ernannt, 1903-14 leitete er das Institut. Neben seiner Lehrtätigkeit machte er sich einen Namen als Bildhauer, Architekt und Illustrator sowie Vordenker neuer Verbindungen zwischen Kunst, Handwerk und Industrie. In der Malerei stand die Landschaft für ihn stets an erster Stelle. Mit Vorliebe wählte er Motive aus der näheren Umgebung, so malte er wiederholt Landschaften des Jura, insbesondere Gegenden am Doubs.
Beim diesem grandiosen Gemälde hat er die vertraute Landschaft aus ungewohnter Perspektive zu einer streng gegliederten Komposition umgedeutet, in der klare horizontale Linien ebenso bestimmend sind wie der von oben gesehene blaue Doubs, der den Jurafels und damit die orthogonale Ordnung des Bildes auf faszinierende Weise skulptiert hat.
| Estimation | CHF | 58'000 |
| EUR | 63'736 | |
| USD | 72'500 | |
| Adjugé | CHF | 50'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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