"Castagnola im Schnee".
Öl auf Lwd.,
mgr. u. dat. 1916 u.l., verso a. Etikette betitelt,
45x58 cm
Provenienz: Galerie Dr. Raeber, Basel, Nr. 39147; Privatbesitz Schweiz.
Ausstellungen: Jubiläumsausstellung A.H. Pellegrini, Kunsthalle Basel, 14.10. - 25.11.1956, Nr. 39.
Alfred Heinrich Pellegrini enstammte einem Tessiner Künstlergeschlecht und wuchs in Basel auf, wo sein Vater ein Bildhauergeschäft betrieb. 1896 besuchte er die Allgemeine Gewerbeschule seiner Heimatstadt, bevor er 1899 ein Studium an der Kunstakademie in München aufnahm. Seit 1902 arbeitete Pellegrini in der grafischen Anstalt Atar, schuf Werbeplakate und hatte daneben erste Erfolge als Maler. Dem Rat Hodlers folgend, siedelte er 1906 mit seiner Frau nach Stuttgart über, um seine Studien an der Kunstakademie bei Adolf Hölzel fortzusetzen. Dort erhielt er erste Aufträge für monumentale Wandmalereien. Nach Aufenthalten in München und Berlin 1914-17 liess er sich wieder in Basel nieder, wo er in den folgenden Jahrzehnten eine Reihe bedeutender Wandgemälde schuf, öffentliche Ämter ausübte und sich vehement für die Verbreitung der Modernen Kunst einsetzte.
Das angebotene Gemälde verrät im Hang zur kubischen Vereinfachung der Formen den Einfluss zeitgenössischer Kunstströmungen, die der junge Pellegrini in den deutschen Kunstmetropolen kennengelernt hatte. Die Darstellung erlangt eine klare, rhythmisierte Ordnung von abgestuften Flächen. Zu den Eigenheiten Pellegrinis gehört, in Abgrenzung von den leuchtend warmen Farben seines Lehrers Hölzel, ein gedämpftes, kühles Kolorit, welche ihm für seine Domäne, die Monumentalmalerei auf Wandflächen, besonders geeignet schien.
| Estimation | CHF | 23'000 |
| EUR | 25'274 | |
| USD | 28'750 | |
| Adjugé | CHF | 26'500 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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