Lepra morta.
Öl auf Mkt., auf Htf.,
mgr. u.l.,
30,5x47,5 cm
Literatur: Annie-Paul Quinsac, Giovanni Segantini. Catalogo generale, Mailand 1982, Bd. 1, S. 60, Nr. 51 (mit Abbildung).
Der am Gardasee geborene Künstler verbrachte eine schwierige Jugend bei der Halbschwester seines Vaters in Mailand, nachdem seine Mutter früh verstorben war. Nach ersten Erfahrungen mit der jungen Technik der Fotografie besuchte er 1875-1879 Abendkurse in der Brera und lernte den Möbelentwerfer Carlo Bugatti kennen, dessen Schwester Bice er später heiraten sollte. 1879 knüpfte er Kontakt zu Vittorio Grubicy de Dragon, der sein malerisches Werk, das er seit 1880 im eigenen Atelier schuf, in ganz Europa bekannt machen sollte. Mit seiner Frau zog er zuerst in die Brianza, später nach Savognin in Graubünden. Segantini rückte die alpine Welt ins Zentrum seines als Divisionismus bezeichneten Werks, das mit seinem Umzug nach Maloja im Tourismuszentrum Engadin zu einem zentralen Ereignis an der Schnittstelle zwischen norditalienischer und schweizerischer Kultur wurde, die durch seinen aus dem Bergell stammenden Künstlerfreund Giovanni Giacometti repräsentiert wurde.
Beim vorliegenden, um 1881/82 entstandenen Gemälde handelt es sich um ein detailliert geschildertes Stillleben aus Segantinis italienischer, vom Stil der Brera geprägten Schaffensperiode, in der dunkeltonige Stillleben nach grossbürgerlichem Geschmack ihren festen Platz hatten.
| Estimation | CHF | 60'000 |
| EUR | 65'934 | |
| USD | 75'000 | |
| Adjugé | CHF | 55'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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