Stillleben mit gelber Vase.
Öl auf Lwd., auf Hpl.,
sig. u.l., verso a. Etikette betitelt,
70,5x80 cm
Die aus der Ostschweiz stammende Helen Dahm zog 1897 mit ihren Eltern nach Zürich, arbeitete in der elterlichen Pension und bildete sich in der Freizeit an der Kunstgewerbeschule und an der Stadlerschule vor allem in grafischen Techniken aus. 1906 brach sie mit ihrer Familie und ging nach München, wo sie sich an der Kunstakademie für Frauen unter anderem bei Julius Exter weiterbildete und Bekanntschaft mit dem Expressionismus des Blauen Reiters machte. 1913 kehrte sie mit der Kunsthistorikerin Else Strantz nach Zürich zurück und liess sich 1918 in Oetwil am See nieder. Sie verdiente sich ihren Lebensunterhalt mit Stoffgestaltung, fand jedoch trotz regelmässigen Ausstellungen kaum künstlerische Anerkennung. Nach der Trennung von ihrer Lebenspartnerin erlebte sie eine tiefe Krise und brach 1938 nach Indien auf, woher sie krank zurückkehrte. Einen Durchbruch erlebte sie erst 1953 mit einer Ausstellung im Zürcher Helmhaus, ein Jahr später nahm sie als erste Frau den Kunstpreis der Stadt entgegen. Geschätzt werden in ihrem Werk neben christlichen Themen vor allem Blumen und Darstellungen des ländlichen Lebens.
Beim vorliegenden Gemälde ist ein Teller mit Früchten dergestalt ins Zentrum gerückt, dass sich zusammen mit der Vase und dem Becher auf dem Tisch eine diagonale Ordnung ergibt. Das mit klarer Kontur gestaltete Werk wird durch das heitere Gelb und Rot der Äpfel geprägt.
| Estimation | CHF | 15'000 |
| EUR | 16'483 | |
| USD | 18'750 | |
| Adjugé | CHF | 13'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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