"Rue de village sous la neige".
Gouache und Aquarell über Tusche,
sig. u.r.,
45x54,5 cm
Expertise: Wildenstein Institute, Paris, 7. Juni 2005.
Das vorliegende Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.
Maurice de Vlaminck war Autodidakt. Um die Jahrhundertwende begann er mit Derain in Chatou bei Paris in einem gemeinsamen Atelier zu malen. War er Akademien, Museen und den Studien der Alten Meister gegenüber von jeher abgeneigt, so beeindruckte ihn der Besuch der Pariser van Gogh-Ausstellung 1901 um so mehr und entfachte seine Begeisterung für die reine, unvermischte Farbe. Bis 1907 schuf er Bilder, die jene der anderen "Fauves", in deren Kreis er durch Derain gelangt war, an Kühnheit des Farbauftrags und expressiver Wucht noch übertrafen. Später folgte er dem Beispiel Derains und malte neoromantisch anmutende, düster-dramatische Bilder, vornehmlich Landschaften, ferner Stillleben und gelegentlich Figürliches.
Die angebotene, sehr schöne Arbeit zeigt die für Vlaminck klassische Thematik, eine menschenleere, von Häusern gesäumte Strasse. Duftige, nuancierte Lavierungen gehen eine gelungene Verbindung ein mit linearen, grafischen Akzenten, die mit der Tuschfeder gesetzt sind.
| Estimation | CHF | 33'000 |
| EUR | 36'263 | |
| USD | 41'250 | |
| Adjugé | CHF | 33'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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