Reiter mit Schimmel am Ufer des Zürichsees.
Öl auf rent. Lwd.,
sig. u.r.,
60x77 cm
Literatur: Vgl. Jörg Huber, Rudolf Koller 1828-1905. Einführung in Leben und Werk, Glattbrugg 1983, S. 32.
Rudolf Koller begann seine künstlerische Ausbildung 1843-1845 bei Jakob Schweizer, Rudolf Obrist und Johann Jakob Ulrich, dem er entscheidende Anregungen verdankte. Nach einem Studienaufenthalt auf den Gestüten des württembergischen Königs reiste er in Begleitung Arnold Böcklins über Brüssel nach Antwerpen und Paris. Er besuchte wiederholt den Louvre, lernte aber auch die Werke moderner Tiermaler wie Rosa Bonheur und Constant Troyon kennen. 1848 kehrte er nach Zürich zurück, ging jedoch bereits im folgenden Jahr nach München, wo er die Bekanntschaft von Johann Gottfried Steffan und Friedrich Voltz machte. 1851 liess er sich endgültig in seiner Heimatstadt nieder. 1862 erwarb er das Haus "Zur Hornau" am Zürichsee, wo er bis zu seinem Tod wohnte, arbeitete und Tiere hielt. Koller, dessen Name untrennbar mit der berühmten "Gotthardpost" verbunden ist, gilt als bedeutendster Schweizer Tiermaler überhaupt.
Das vorliegende Gemälde ist wohl eine Studie zur Komposition "Reiter mit Kühen und Hirtin am Zürichhorn" aus dem Jahr 1876, die sich in Schweizer Privatbesitz befindet. Hier ist nur die Figur des Reiters auf seinem Pferd am Zürichhorn in klarer Loslösung dargestellt. Erst beim Betrachten des grösseren Gemäldes erklärt sich der Blick des Reiters, dem dort eine in die Ferne weisende Hirtin den Weg erklärt.
| Estimation | CHF | 12'000 |
| EUR | 13'186 | |
| USD | 15'000 | |
| Adjugé | CHF | 8'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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