Bergsee im Engadin.
Aquarell über Bleistift,
sig. u.r.,
22x28 cm (LM)
Das angebotene Aquarell ist registriert vom Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft als eigenhändiges Werk von Giovanni Giacometti (Archiv-Nr. 93′464).
Giovanni Giacometti, der bereits im Knabenalter aussergewöhnliches Talent gezeigt hatte, studierte zunächst in München und kam dort in Kontakt mit Schweizer Künstlern, darunter Wilhelm Bauer, Max Buri und Cuno Amiet. Zusammen mit letzterem zog er nach Paris und schrieb sich im Herbst 1888 an der Académie Julian und der Ecole Nationale des Beaux-Arts ein. Geldmangel zwang Giacometti im Frühjahr 1891 zur Rückkehr nach Stampa. Erste Erfolge erzielte er 1898 bei einer gemeinsamen Ausstellung mit Amiet und Hodler im Kunsthaus Zürich. Giacometti gilt neben Amiet als bedeutendster Schweizer Künstler der Generation nach Hodler. Er verarbeitete in seinem Werk die Errungenschaften wichtiger internationaler Kunstströmungen, vor allem des Postimpressionismus und Fauvismus, und schuf eine eigene Farbensprache voller Ausdruck und Schönheit. Die heimatliche Bergwelt blieb für ihn seit seiner Rückkehr in die Schweiz vorherrschendes Bildthema, dem er durch die ständige Suche nach neuen Motiven und ihrer Wiedergabe zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten immer wieder neue Reize abgewann.
Beim vorliegenden Aquarell hat Giovanni Giacometti die horizontale Streifung des Gebirges in den Schleierwolken am Himmel wiederholt und dabei ein Gleichgewicht von Himmel und Landschaft geschaffen.
| Estimation | CHF | 20'000 |
| EUR | 21'978 | |
| USD | 25'000 | |
| Adjugé | CHF | 38'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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