"Scène de rue".
Gouache,
sig. u.r., verso a. Etikette betitelt,
44x53 cm (LM)
Provenienz: Galerie Paul Vallotton, Lausanne, Nr. 75′256.
Maurice de Vlaminck war Autodidakt. Um die Jahrhundertwende begann er mit Derain in Chatou bei Paris in einem gemeinsamen Atelier zu malen. War er Akademien, Museen und den Studien der Alten Meister gegenüber von jeher abgeneigt, so beeindruckte ihn der Besuch der Pariser van Gogh-Ausstellung 1901 um so mehr, und die gewonnnenen Eindrücke weckten seine Begeisterung für die reine, unvermischte Farbe. Bis 1907 schuf er Bilder, die jene der anderen "Fauves", in deren Kreis er durch Derain gelangt war, an Kühnheit des Farbauftrages und expressiver Wucht noch übertrafen. Später folgte er dem Beispiel Derains und malte neoromantisch anmutende, düster-dramatische Bilder, vornehmlich Landschaften, ferner Stillleben und gelegentlich Figürliches.
Beim vorliegenden Werk hat der Künstler die für ihn typische perspektivische Verkürzung einer Strassenflucht mit der Aufteilung in verschiedene Bildzonen verschränkt, wobei durch ein riegelartiges Gitterelement eine mittlere Horizontale ausgeschieden wird.
| Estimation | CHF | 36'000 |
| EUR | 39'560 | |
| USD | 45'000 | |
| Adjugé | CHF | 37'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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