Ghosties.
Aquarell,
sig. u. dat. 1955 u.l.,
12x14,5 cm
Provenienz: Galerie Binhold, Hamburg.
Lyonel Feininger, der aus den USA stammende Sohn eines Musikerehepaars, kam 1887 als 16-Jähriger nach Deutschland, wo er zunächst die Königliche Akademie in Berlin besuchte. Ein siebenmonatiges Studium 1892 an der Pariser Académie Colarossi ermöglichte es ihm, als humoristischer Illustrator zu arbeiten. Seine Karikaturen erschienen in verschiedenen Zeitschriften, unter anderem in der "Chicago Sunday Tribune". Erst 1907 entstanden seine ersten Gemälde: Stillleben, Architekturstudien und Landschaften. Während eines Kurzaufenthaltes in Paris begegnete Lyonel Feininger im Jahr 1911 den Kubisten, die seinen zukünftingen Stil beeinflussen sollten. Im Folgejahr kam er in Kontakt mit den Vertretern des Blauen Reiter, und die Architektur deutscher Kleinstädte wurde Gegenstand seiner Kompositionen. 1913 nahm er am ersten Deutschen Herbstsalon in der Galerie "Der Sturm" teil. Walter Gropius war von seinem "kristallklaren" Stil so beeindruckt, dass er ihn 1919 zum Leiter der Grafischen Werkstatt ans Bauhaus in Weimar berief. 1924 gründete Lyonel Feininger mit Paul Klee, Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlensky die Künstlergruppe "Die Blaue Vier". Feininger blieb dem Bauhaus bis zur Schliessung 1933 verbunden, und seine Kunst wurde in der Folge als "entartet" beschlagnahmt. Ab 1937 lebte er wieder in New York. 1944 organisierte das Museum of Modern Art eine Feininger-Retrospektive.
Die aus dem Spätwerk stammende Arbeit reiht sich in die Serie von Figurenszenen ein, die Feininger "mannikins", aber auch "spook", "ghosties", "Mysterious Pete′s", "grotesque" oder "little people" nannte. Er stellte diese Werke weder aus noch verkaufte er sie, sondern beschenkte seine Familienmitglieder oder Freunde damit. Die im Umriss und mit Witz gezeichneten Geister, meist groteske Figuren, stehen manchmal in Bezug zum Empfänger oder zu einer speziellen Situation.
| Estimation | CHF | 20'000 |
| EUR | 21'978 | |
| USD | 25'000 | |
| Adjugé | CHF | 18'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
Nous acceptons les offres écrites ou téléphoniques à l'aide du login, par email (info@dobiaschofsky.com) ou par courrier.
Ou misez en direct avec notre partenaire. Plus d'informations vous trouvez ici
