Strickende Grossmutter.
Aquarell über Bleistift,
sig. u. dat. 1903 u.l.,
34x24 cm (LM)
Bereits während seiner Schulzeit nahm Albert Anker privaten Zeichenunterricht und begann 1851 auf Drängen des Vaters hin ein Theologiestudium in Bern, das er jedoch bereits nach zwei Jahren wieder abbrach. Im Folgejahr zog er nach Paris, um sich zum Maler ausbilden zu lassen. Hier erhielt er Unterricht vom Schweizer Klassizisten Charles Gleyre, und 1855-1860 besuchte er Kurse an der Ecole Impériale et Spéciale des Beaux-Arts. Ab 1856 war er regelmässig in den Turnus-Ausstellungen des Schweizerischen Kunstvereins vertreten, seit 1859 auch im Pariser Salon. Hier gewann er 1866 eine Goldmedaille. Im gleichen Jahr begann er für die Fayencefabrik der Gebrüder Deck zu arbeiten. Die Sommermonate verbrachte er in Ins, die Wintermonate in Paris. In den 1880er Jahren unternahm er mehrere Italienreisen. Im Mai 1890 gab er seinen Pariser Wohnsitz auf und begann kurz darauf, im Auftrag des Neuenburger Verlegers Frédéric Zahn, Illustrationen zu dessen Gotthelf-Ausgabe zu schaffen, eine Arbeit, die ihn jahrelang in Anspruch nehmen sollte. Im September 1901 erlitt er einen Schlaganfall, der seine rechte Hand weitgehend lähmte. Anker gilt als einer der bedeutendsten Schweizer Maler des 19.Jahrhunderts.
Das angebotene Aquarell zeigt ein im Werk von Albert Anker häufig wiederkehrendes Motiv: schlicht gekleidete Menschen bei alltäglichen Verrichtungen - im vorliegenden Fall eine strickende Grossmutter, deren Nadeln wie fast von selbst ein roter Strumpf entwächst.
| Estimation | CHF | 70'000 |
| EUR | 76'923 | |
| USD | 87'500 | |
| Adjugé | CHF | 55'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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