"Jagdende".
Öl auf Lwd.,
sig. u. dat. (19)58 u.r., verso betitelt u. bez. "im
Montafon", 99x129 cm
Turo Pedretti kam über seinen Vater, einen Dekorationsmaler, schon früh mit der Malkunst in Berührung. Er besuchte die Kunstgewerbeschule, absolvierte eine Lehre als Dekorationsmaler und bildete eine Ateliergemeinschaft mit dem Bildhauer Werner Friedrich Kunz in Zürich. Seit 1917 zeigte er seine Arbeiten auf Ausstellungen. Giovanni Giacometti wurde auf den jungen Künstler aufmerksam und ermunterte ihn zum freien Schaffen. Nach Studienaufenthalten in Paris und London liess er sich im Engadin nieder. Als entscheidende Zäsur im Leben und Schaffen Pedrettis gilt der Lawinenniedergang von 1951 in Samedan, der Wohnhaus, Atelier und zahlreiche Bilder des Künstlers zerstörte. Turo Pedretti gehört der Nachfolgegeneration von Segantini und Giacometti an und bildet zusammen mit Alois Carigiet und Leonhard Meisser ein Bündner "Dreigestirn". Ohne in vordergründige Heimatmalerei abzugleiten, setzt er sich in seinen Gemälden, vornehmlich Landschaften, Stillleben und Porträts, mit Lebensumfeld und Alltag seiner engsten Umgebung auseinander.
Das angebotene Gemälde hält eine Jagdpartie im tief verschneiten österreichischen Montafon fest. Die Gehilfen zweier Jäger schleifen einen erlegten Hirsch aus einem Tannenwald. Die Blutspur des toten Wildes zeichnet den Weg im Schnee nach und findet gleichzeitig im Morgenrot der Berge eine farblich gedämpfte Entsprechung.
| Estimation | CHF | 22'000 |
| EUR | 24'175 | |
| USD | 27'500 | |
| Adjugé | CHF | 18'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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