"Metamorphose".
Öl auf Lwd.,
sig. u. dat. (19)49 u.r., verso a.d. Keilrahmen betitelt,
100,5x80,5 cm
Aus bäuerlichen Verhältnissen stammend besuchte Leuppi 1910-1914 an der Zürcher Gewerbeschule die Fachklasse für Grafik. Er bildete sich in europäischen Museen autodidaktisch weiter und kam mit der Dada-Bewegung in Berührung. Entscheidenden Einfluss übte die Begegnung mit Hans Arp aus. Leuppi profilierte sich bald als kunstpolitisch aktiver Gründungspräsident von Künstlervereinigungen, allen voran der 1936 ins Leben gerufenen Allianz, der auch Max Bill und Le Corbusier angehörten. Er wurde zu einem engagierten Verfechter der Avantgarde in der Schweiz und adaptierte die Impulse seiner Künstlerfreunde für einen geometrisch-abstrakten Stil, den er um ein lyrisches Moment erweiterte. Zunächst prägten der Synthetische Kubismus von Picasso und Braque, später die Konstruktivisten sein Werk. Ab 1948 weckten die von seinem Freund Hans Arp entwickelten Papiers déchirés et collés sein Interesse. Zu Leuppis bekanntesten Werken zählen Wandbilder in Zürichs öffentlichem Raum und eine Eisenplastik für die Migros in Thun.
"Metamorphose" bildet ein Wechselspiel geometrischer und biomorpher Formen und Farben, die - auf blauen Grund gebettet - sich durch Überschneidung zu einer schemenhaften (menschlichen?) Gestalt fügen.
| Estimation | CHF | 16'000 |
| EUR | 17'582 | |
| USD | 20'000 | |
| Adjugé | CHF | 13'500 |
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