"Bohémienne au chien".
Öl auf Lwd.,
mgr. o.r., verso a. Etikette betitelt,
87x74 cm
Provenienz: Galerie Paul Vallotton, Lausanne, Nr. 9040.
Ausstellungen: Interieurs, Aargauischer Kunstverein, Gewerbemuseum Aarau, 4. - 25. September 1955, Nr. 7; Rétrospective René Auberjonois (1872-1957), Musée Cantonal des Beaux-Arts, Lausanne, 6. September - 19. Oktober 1958, Nr. 177; René Auberjonois (1872-1957), Kunsthaus Zürich, 22. November 1958 - 4. Januar 1959, Nr. 172; René Auberjonois 1872-1957, Aargauer Kunsthaus, Aarau, 15. Oktober - 20. November 1966, Nr. 148.
Literatur: Max Huggler, René Auberjonois. In: Werk 1958, S. 439 (mit Abbildung); Hugo Wagner, René Auberjonois. Das gemalte Werk, Denges-Lausanne 1987, Nr. 839.
René Auberjonois wurde in eine wohlhabende Familie von Grossgrundbesitzern hineingeboren, was ihm ermöglichte, seinen künstlerischen Neigungen ohne finanzielle Sorgen nachzugehen. Während eines Englandaufenthaltes nahm er Geigenunterricht und spielte mit dem Gedanken, Musiker zu werden, entschied sich dann aber doch für die Malerei. 1895 studierte er kurzzeitig an der Polytechnischen Hochschule in Dresden, anschliessend an der Kensington School of Art in London. 1896 liess er sich in Paris nieder, wo er die für seine weitere Entwicklung wichtige Bekanntschaft mit dem Schriftsteller Charles Ferdinand Ramuz machte. Nach Aufenthalten in der Schweiz erfolgte 1914 der definitive Umzug nach Lausanne. Durch Ankäufe von Museen und öffentliche Aufträge wurde ihm in den 1920er Jahren erste Anerkennung zuteil.
Die Spätwerke René Auberjonois, zu denen das vorliegende, 1955 entstandene Gemälde gehört, erinnern in ihrem strengen Aufbau, ihrem dunklen Kolorit und durch ihre etwas mysteriöse Grundstimmung an die Spätwerke von Francisco Goya und anderen spanischen Meistern. Auberjonois zeigte lebhaftes Interesse an der spanischen Kultur, was sich in den Bildthemen und im Stil seiner Werke oft bemerkbar macht.
| Estimation | CHF | 28'000 |
| EUR | 30'769 | |
| USD | 35'000 | |
| Adjugé | CHF | 20'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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