"Nu nacré, draperie bleue".
Öl auf Lwd.,
sig. u. dat. 1934 u.r., verso a. Etikette betitelt,
73x54 cm
Provenienz: Galerie Paul Vallotton, Lausanne, Nr. 6685 C.
Gustave Buchet begann seine künstlerische Ausbildung mit einem vierjährigen Studium an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, wo er besonders unter dem Einfluss von Eugène Gilliard stand. 1910/11 besuchte er für vier Monate die Académie de la Grande Chaumière in Paris und kehrte anschliessend nach Genf zurück. Hier gründete er zusammen mit Maurice Barraud und anderen die Gruppe "Le Falot", die sich programmatisch gegen die Übermacht der Hodler-Schule wandte. Bei einem erneuten Parisaufenthalt 1916/17 geriet er unter den Einfluss der Futuristen und schuf eine Reihe von Bildern in deren neuartiger, provokanter Formensprache, die 1918 in Genf ausgestellt wurden. Zunehmende Anfeindungen, auch wegen seiner Teilnahme an dadaistischen Aufführungen, veranlassten ihn 1920, Genf zu verlassen und nach Paris zu ziehen. Hier entwickelte er eine flächige, geometrische, zur Abstraktion tendierende Malerei, die er 1926 und 1929 erfolgreich in Einzelausstellungen präsentierte. 1931 arbeitete er vorübergehend wieder gegenständlich, malte Akte und Landschaften. 1940 zwang ihn der deutsche Vormarsch zur Rückkehr in die Schweiz, wo er sich in Lausanne niederliess und 1941 den ersten "Salon de Printemps" organisierte. Buchets Beitrag zur Geschichte der modernen Kunst wurde in seiner Heimat erst seit den 1970er Jahren angemessen gewürdigt.
Das vorliegende Gemälde entstand in einer Zeit, als sich Buchet in seinen Werken von der anfänglich reduzierten Farbigkeit entfernte und zunehmend eine reiche, fein modulierte Palette verwendete. Der dekorative Reiz und die exquisite Farbgebung der angebotenen Arbeit zeigen Buchets Auseinandersetzung mit den avantgardistischen Kunstströmungen der Zeit.
| Estimation | CHF | 29'000 |
| EUR | 31'868 | |
| USD | 36'250 | |
| Adjugé | CHF | 44'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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