Ovazun in Bregaglia.
Öl auf Lwd.,
mgr. u.l.,
80x82,5 cm
Literatur: Il chalender ladin. Cudesch per la famiglia rumauntscha, XIIa Anneda 1932, Abbildung nach S. 32; Paul Müller/Viola Radlach, Giovanni Giacometti 1868-1933. Werkkatalog der Gemälde, Bd. II-2, Zürich 1997, S. 508, Nr. 1927.14 (mit Abbildung).
Giovanni Giacometti, der bereits im Knabenalter aussergewöhnliches Talent gezeigt hatte, studierte zunächst in München und kam dort in Kontakt mit Schweizer Künstlern, darunter Wilhelm Bauer, Max Buri und Cuno Amiet. Zusammen mit letzterem zog er nach Paris und schrieb sich im Herbst 1888 an der Académie Julian und der Ecole Nationale des Beaux-Arts ein. Geldmangel zwang Giacometti im Frühjahr 1891 zur Rückkehr nach Stampa. Erste Erfolge erzielte er 1898 bei einer gemeinsamen Ausstellung mit Amiet und Hodler im Kunsthaus Zürich. Giacometti gilt neben Amiet als bedeutendster Schweizer Künstler der Generation nach Hodler. Er verarbeitete in seinem Werk die Errungenschaften namhafter internationaler Kunstströmungen, vor allem des Postimpressionismus und Fauvismus, und schuf eine eigene Farbensprache voller Ausdruck und Schönheit. Die heimatliche Bergwelt blieb für ihn seit seiner Rückkehr in die Schweiz vorherrschendes Bildthema, dem er durch die ständige Suche nach neuen Motiven und ihrer Wiedergabe zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten immer wieder neue Reize abgewann.
"Ovazun in Bregaglia" entstand im Anschluss an die verheerende Hochwasser-Katastrophe im Bergell von 1927. Das vorliegende Gemälde, das den Blick auf die untere Brücke von Stampa mit Arbeitern bei den Aufräumarbeiten freigibt, ist eines von drei bekannten Werken des Künstlers, die dieses lokale Naturereignis zum Thema hatten (vgl. Werkverzeichnis, Nrn. 1927.13, 1927.14 und 1927.22).
| Estimation | CHF | 380'000 |
| EUR | 417'582 | |
| USD | 475'000 | |
| Adjugé | CHF | 310'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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