"La belle jaune giroflée".
Öl auf Htf.,
sig., dat. 1869 u. betitelt o.r.,
38x27,5 cm
Stellenweise etwas Craquelé.
Provenienz: Collection W. Kerchow; Christie′s, 19. Februar 1876; Collection John Postle Heseltine (1843-1929), England; Privatbesitz, Schweiz.
Literatur: Betty Elzea, Frederick Sandys 1829-1904. A catalogue raisonné, Woodbridge 2001, S. 198, Nr. 2.A.125 (mit Abbildung).
Der Maler, Grafiker und Illustrator Frederick Sandys erhielt schon als Kind Malunterricht von seinem ebenfalls künstlerisch tätigen Vater und schrieb sich 1846 an der Norwich School of Design ein. Im Jahr darauf machte er die Bekanntschaft mit Dante Gabriele Rossetti (1828-1882), dem Mitbegründer der Präraffaeliten, deren Stil und Auffassung ihn nachhaltig beeinflussen sollten. Frederick Sandys nahm Wohnsitz in Rossettis Haus und wandte sich vermehrt mythologischen Themen und Porträts zu. In den frühen 1860er Jahren wurden ihm zwar erste Gemäldeausstellungen zuteil, doch erreichte er wohl nicht zuletzt wegen der überschaubaren Grösse seines Oeuvres nie ein breites Publikum. Sandys Werke sind durch eine melancholische, mit idealisierter und eindringlicher Schönheit gepaarte Stimmung gekennzeichnet.
Die junge Frau mit der gelben Nelke im Haar kann laut Betty Elzea mit Marianne Shingles (1855-1933), späterer Warren, identifiziert werden. Diese wohnte mit ihren Eltern unweit von Sandys Haus und so bat Emma Sandys, die gleichfalls künstlerisch tätige Schwester von Frederick Sandys, Marianne Shingles Mutter um Erlaubnis, das hübsche Mädchen malen zu dürfen. Das Geschwisterpaar war in der Folge so sehr von Marianne Shingles angetan, dass sie beiden zwischen 1869 und 1877 wiederholt als Modell zur Verfügung stehen musste.
| Estimation | CHF | 48'000 |
| EUR | 52'747 | |
| USD | 60'000 | |
| Adjugé | CHF | 39'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
Nous acceptons les offres écrites ou téléphoniques à l'aide du login, par email (info@dobiaschofsky.com) ou par courrier.
Ou misez en direct avec notre partenaire. Plus d'informations vous trouvez ici
