Blick auf Öhningen und Stein am Rhein.
Öl auf Lwd.,
mgr. u. dat. (19)47 u.r.,
53x87 cm
Stellenweise minimes Craquelé.
Echtheitsbestätigung: Briefdokument des Künstlers: "10. Januar 1948. Sehr geehrter Herr Altheer! Für die vielen Freundlichkeiten, die Sie mir im vergangenen Jahr erwiesen haben, erlaube ich mir Ihnen diese Landschaft ′Blick auf Stein am Rhein′ zu dedizieren. Ich wünsche Ihnen nachträglich ein gutes Neues Jahr. Ihr ergebener Otto Dix"; Otto Dix Stiftung, Rainer Pfefferkorn, 2008.
Das Gemälde wird unter der Nr. 1947/46 ins Werkverzeichnis von Fritz Löffler und Rainer Beck aufgenommen.
Otto Dix besuchte 1910-1914 die Kunstgewerbeschule in Dresden. Nach absolviertem Kriegsdienst 1914-1918 setzte er sein Studium an der Kunstakademie in Dresden fort. Im Folgejahr war er Gründungsmitglied der "Gruppe 1919", die zur "Neuen Dresdner Sezession" gehörte. 1922-1924 pflegte er Kontakte zum "Jungen Rheinland", und 1925 nahm er an der Ausstellung "Neue Sachlichkeit" in Mannheim teil. 1927-1933 lehrte er als Professor an der Kunstakademie Dresden. Von den Nazis erhielt er ein Ausstellungsverbot und wurde zum Austritt aus der Preussischen Akademie der Künste gezwungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte seine Rehabilitierung. In den 1950er und 1960er Jahren wurde seine Bedeutung als einer der namhaftesten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts durch die Verleihung zahlreicher Preise und Titel gewürdigt.
Landschaften am Bodensee bilden ein wiederkehrendes Sujet im Schaffen des Künstlers. Bereits 1938 entwarf Otto Dix einige Zeichnungen sowie ein Gemälde mit dem Titel "Blick auf Öhningen und Stein am Rhein". Knapp ein Jahrzehnt später nahm er dieses Motiv im angebotenen Gemälde wieder auf, jedoch mit engerer Perspektive, so dass der malerische herbstliche Weinberg mit Winzern bei der Arbeit in den Vordergrund tritt.
| Estimation | CHF | 240'000 |
| EUR | 263'736 | |
| USD | 300'000 | |
| Adjugé | CHF | 230'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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