"Herbst mit Kühen".
Öl auf Htf.,
mgr. u. dat. (19)49 u.r.,
54x75 cm
Provenienz: Privatsammlung.
Ausstellungen: Otto Dix, Kaufhof, Königsallee 1-9, Düsseldorf, 6. Mai - 4. Juni 1949, Nr. 34; Otto Dix/Walter Schelenz, Kollektivausstellung, Freiburg-Badischer Kunstverein, Freiburg-Karlsruhe, Juli 1950 - Dezember 1950; Otto Dix, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Graphik aus den Jahren 1914-1950, Kunsthalle Mannheim, 9. Dezember 1951 - 6. Januar 1952, Nr. 35; Otto Dix/Hans Sauerbruch, Hegau Galerie im Gästehaus "Axel Springer", Berlin 15. April - 20. Mai 2000.
Literatur: Fritz Löffler, Otto Dix 1891-1969. Oeuvre der Gemälde, Recklinghausen 1981, S. 61, und Nr. 1949-18 (mit Abbildung).
Wir danken Frau Northild Eger, Otto Dix Archiv, Bevaix, für die wertvollen Hinweise.
Otto Dix besuchte 1910-1914 die Kunstgewerbeschule in Dresden. Nach absolviertem Kriegsdienst 1914-1918 setzte er sein Studium an der Kunstakademie in Dresden fort. Im Folgejahr war er Gründungsmitglied der "Gruppe 1919", die zur "Neuen Dresdner Sezession" gehörte. 1922-1924 pflegte er Kontakte zum "Jungen Rheinland", und 1925 nahm er an der Ausstellung "Neue Sachlichkeit" in Mannheim teil. 1927-1933 lehrte er als Professor an der Kunstakademie Dresden. Von den Nazis erhielt er ein Ausstellungsverbot und wurde zum Austritt aus der Preussischen Akademie der Künste gezwungen. Nach erfolgter Rehabilitierung im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg wurde seine Bedeutung als einer der wichtigsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts durch die Verleihung zahlreicher Preise und Titel gewürdigt.
1946 kehrte Otto Dix zurück nach Hemmenhofen am Bodensee, dessen Landschaft erneut zum Hauptmotiv seines Schaffens wird. Ab diesem Zeitpunkt gewinnen Pastosität und Konturen wieder an Bedeutung - so auch beim angebotenen Gemälde "Herbst mit Kühen". Den hiermit verbundenen Stil begründete Dix mit den Worten, dass der Augenblick und der Wunsch, "...unserer Gegenwart ganz nahe zu kommen, erschlagend zeitnah zu sein, ohne mich einem künstlerischen Dogma zu untwerfen" (Löffler 1981, S. 60) eine zentrale Stellung einnahmen.
| Estimation | CHF | 170'000 | * |
| EUR | 186'813 | * | |
| USD | 212'500 | * | |
| Adjugé | CHF | 140'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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