Idyllisches Bergseeufer mit Bauern.
Öl auf Lwd.,
sig. u.r.,
65x98 cm
Provenienz: Sammlung Eisenmann-Miller, Biberist.
Stellenweise minim schwundrissig.
Schon als Schüler offenbarte Otto Frölicher grosses zeichnerisches Talent. 1859 ging er nach München, um sich bei Johann Gottfried Steffan, dem "deutschen Calame", zum Maler ausbilden zu lassen. Seit 1861 beschickte er jährlich die Turnusausstellungen des Schweizerischen Kunstvereins und nahm regelmässig an den Münchner Kunstvereinsausstellungen teil. 1865 kehrte er in das heimatliche Solothurn zurück, doch zog es ihn bereits drei Jahre später wieder nach München, eine der damaligen Hochburgen deutscher Landschaftsmalerei. Neben den holländischen Meistern des 17. Jahrhunderts, namentlich Jacob van Ruisdael und Meindert Hobbema, beeinflussten ihn die Stimmungsmalerei Adolf Heinrich Liers und die Landschaftsauffassung der modernen französischen Schule, die er im Sommer 1877 bei einem Aufenthalt in Barbizon kennenlernte.
Die in gedämpft-nuancierten Farben wiedergegebene Uferpartie ist ein typisches Werk des Künstlers, der seine Malerei als "poetischen Realismus" bezeichnete und sich hier als ein herausragender Vertreter des "Paysage intime" offenbart.
| Estimation | CHF | 9'000 |
| EUR | 9'890 | |
| USD | 11'250 | |
| Adjugé | CHF | 5'000 |
En règle générale le prix de réserve est fixé entre 1/2 et 2/3 de l'estimation.
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